Wednesday , September 22 2021
Home / Makroskop / Zwischen Globalismus und Demokratie – 1

Zwischen Globalismus und Demokratie – 1

Summary:
Der britische Historiker Perry Anderson adelt Wolfgang Streeck als den „Polanyi unserer Zeit“. Das ist keine Übertreibung. Streeck beschreibt im Detail die "Entbettung" des modernen Kapitalismus und erklärt stringent, warum die nächste „Große Transformation“ der Renaissance des Nationalstaats bedarf. "Zwischen Globalismus und Demokratie" heißt nicht nur Wolfgang Streecks jüngstes Buch, der Titel beschreibt mir vier Wörtern auch die redaktionelle Ausrichtung von MAKROSKOP. Er verweist zunächst einmal auf die Tatsache, dass die „Globalisierung gescheitert“ ist (Flassbeck/Steinhardt). Gescheitert, weil die „Entgrenzung der Staatenwelt“ (Brock/Albert) zwar in einer „abnehmenden Fähigkeit der Staaten [mündete], dieser Entwicklung durch Abschottungsmaßnahmen welcher Art auch immer

Topics:
MAKROSKOP RSS feed considers the following as important:

This could be interesting, too:

Matias Vernengo writes Tom Palley on Anti-China Fever in the US

Robert Vienneau writes John Stuart Mill Illustrates Charles Mills’ Racial Contract

Stavros Mavroudeas writes Μνήμη Terry McDonough – In memoriam

Bill Mitchell writes ECB researchers find fiscal policy is very effective and more so if central banks buy up the debt

Der britische Historiker Perry Anderson adelt Wolfgang Streeck als den „Polanyi unserer Zeit“. Das ist keine Übertreibung. Streeck beschreibt im Detail die "Entbettung" des modernen Kapitalismus und erklärt stringent, warum die nächste „Große Transformation“ der Renaissance des Nationalstaats bedarf.

"Zwischen Globalismus und Demokratie" heißt nicht nur Wolfgang Streecks jüngstes Buch, der Titel beschreibt mir vier Wörtern auch die redaktionelle Ausrichtung von MAKROSKOP. Er verweist zunächst einmal auf die Tatsache, dass die „Globalisierung gescheitert“ ist (Flassbeck/Steinhardt). Gescheitert, weil die „Entgrenzung der Staatenwelt“ (Brock/Albert) zwar in einer „abnehmenden Fähigkeit der Staaten [mündete], dieser Entwicklung durch Abschottungsmaßnahmen welcher Art auch immer entgegenzuwirken“. Die Hoffnung, dass mit der „zunehmenden Durchlässigkeit von Grenzen“ sich „neue politische Räume herausbilden“ würden, die die bestehenden, territorial definierten Räume“ zum Wohle aller „transzendieren“ würden, sich jedoch nicht erfüllt hat.

Dieser Befund ist der Ausgangspunkt von Streecks Buch. Das Problem, das damit umrissen wird, ist nach Meinung Streecks, dass die Globalisierung „steckengeblieben“ ist. Es sei ein „vorläufiges Patt“ zu konstatieren, zwischen denjenigen, „die einen Durchbruch 'nach oben' suchen“ und denjenigen, „die sich von einem Ausbruch nach unten mehr Mitsprache über ihr Leben in Gegenwart und Zukunft erhoffen“.

[...]

Nichts schreibt sich von allein!

Kostenloser Artikel

MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitische Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkens aus.

Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Brauchen Sie auch frische Luft? Dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

ABONNIEREN SIE MAKROSKOP

Schon Abonnent? Dann hier einloggen!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *