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Irgendwie von gestern

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Auf den ersten Blick haben Friedrich Merz und der Schriftsteller Jan Zielonka wenig gemeinsam. Beide aber stehen für eine sich selbst überlebte Epoche der Grenzenlosigkeit. Zugegeben, dazu gehört Mut: Punktgenau zum Höhepunkt der Finanzkrise, die das Weltwirtschaftssystem in seinen Grundfesten erschütterte, erscheint 2008 in den deutschen Buchläden ein Büchlein mit dem Titel „Mehr Kapitalismus wagen. Wege zu einer gerechten Gesellschaft“. Verfasser: Friedrich Merz, der kurz darauf eine Polit-Pause einlegte, um etwas Luft in der freien Wirtschaft zu schnuppern. Dass sein Buch zu einer Unzeit erscheint, stört ihn nicht. Merz will den Begriff des Neoliberalismus rehabilitieren. Die Marktwirtschaft sei, so Merz, aus sich selbst heraus sozial. Große Staatsmänner – und so einer will der

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Auf den ersten Blick haben Friedrich Merz und der Schriftsteller Jan Zielonka wenig gemeinsam. Beide aber stehen für eine sich selbst überlebte Epoche der Grenzenlosigkeit.

Zugegeben, dazu gehört Mut: Punktgenau zum Höhepunkt der Finanzkrise, die das Weltwirtschaftssystem in seinen Grundfesten erschütterte, erscheint 2008 in den deutschen Buchläden ein Büchlein mit dem Titel „Mehr Kapitalismus wagen. Wege zu einer gerechten Gesellschaft“.

Verfasser: Friedrich Merz, der kurz darauf eine Polit-Pause einlegte, um etwas Luft in der freien Wirtschaft zu schnuppern. Dass sein Buch zu einer Unzeit erscheint, stört ihn nicht. Merz will den Begriff des Neoliberalismus rehabilitieren. Die Marktwirtschaft sei, so Merz, aus sich selbst heraus sozial. Große Staatsmänner – und so einer will der gestandene Lobbyist, der den Stallgeruch des Investmentgiganten BlackRock trägt, in naher Zukunft werden – zeichnet schließlich nicht Opportunismus, sondern Weitblick und das Benennen unbequemer Wahrheiten aus.

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