Thursday , September 24 2020
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››Der Druck, Reformen anzugehen, wird immer größer‹‹

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Der Politologe Martin Höpner dämpft Erwartungen an die EU-Integration und warnt vor der Liberalisierungswucht, die von Binnenmarktregeln, europäischen Wettbewerbsrecht und Euro-Regeln ausgehen. Für das jüngst erschienene Dossier der Hans Böckler Stiftung mit dem Titel ››…leuchtet die Zukunft hervor‹‹ (Nr. 8/9. August 2020) führte Hilmar Höhn, Gewerkschafter und Journalist, mit unserem Autor Martin Höpner ein langes Gespräch über den Stand und die Potenziale der europäischen Integration, das wir hier dokumentieren. Darin dämpft Martin Höpner die Erwartungen an große Fortschritte bei der EU-weiten Angleichung der Arbeitsmarkt- und Sozialordnungen der Mitgliedstaaten und warnt vor der Liberalisierungswucht, die von den Binnenmarktregeln, dem europäischen

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Der Politologe Martin Höpner dämpft Erwartungen an die EU-Integration und warnt vor der Liberalisierungswucht, die von Binnenmarktregeln, europäischen Wettbewerbsrecht und Euro-Regeln ausgehen.

Für das jüngst erschienene Dossier der Hans Böckler Stiftung mit dem Titel ››…leuchtet die Zukunft hervor‹‹ (Nr. 8/9. August 2020) führte Hilmar Höhn, Gewerkschafter und Journalist, mit unserem Autor Martin Höpner ein langes Gespräch über den Stand und die Potenziale der europäischen Integration, das wir hier dokumentieren. Darin dämpft Martin Höpner die Erwartungen an große Fortschritte bei der EU-weiten Angleichung der Arbeitsmarkt- und Sozialordnungen der Mitgliedstaaten und warnt vor der Liberalisierungswucht, die von den Binnenmarktregeln, dem europäischen Wettbewerbsrecht und den Euro-Regeln ausgehen. Transnationale Transfers sähe er gern zur Armutsbekämpfung verwendet. Zudem wendet er sich gegen überzogene Hoffnungen auf eine durchgreifende Demokratisierung des politischen Systems der EU. Fortschritte erhofft er sich vor allem von Strategien der differenziellen Integration in koordinationswilligen Ländergruppen.


Hilmar Höhn: Martin, du forschst seit über zehn Jahren über die politische Ökonomie der EU. Wie würdest du die EU heute charakterisieren?

Die Europäische Union ist ein äußerst merkwürdiges, asymmetrisches Gebilde. Merkwürdig, weil sie irgendwo zwischen internationaler Organisation und Bundesstaat stecken geblieben ist. Asymmetrisch, weil in der EU einige Politikfelder hoch zentralisiert sind. [...]

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